
Historie
Geschichte der Erdgasfahrzeuge
Die Entwicklung der Gasautos lässt sich bis in das Jahr 1791 zurückverfolgen. Der Engländer John Barber untersuchte als erster die Wirkungsweise eines Motors, der durch die Explosionskraft eines Gases betrieben werden sollte.
Bis zum Erreichen eines wirklichen praktischen Wertes durch den Franzosen Étienne Lenoir im Jahre 1860 wurde mit verschiedensten Brennmitteln wie z.B. Holz, Kohle, Terpentin, Teeöl oder Leuchtgas experimentiert. Es kamen dabei verschiedenste Modelle zur Patentanmeldung.
Der von Lenoir erfundene Gasmotor wurde über 400 mal verkauft. Er basierte auf einem verdichtungslosen Zweitaktprinzip, dessen Antrieb direkt auf die Kurbelwelle wirkte. Der Motor lief äußerst geräuscharm, war in seinen Unterhaltskosten allerdings verhältnismäßig hoch.
Bei der Entwicklung seines Ottomotors orientierte sich Nikolaus Otto am Gasmotor von Lenoir. 1867 wurde der von Otto konstruierte Gasmotor auf der Pariser Weltausstellung gezeigt.
Der Bau eines Viertakt-Motors mit Verdichtung eines Gas-Luft-Gemisches erfolgte 1876.
Aufgrund der immer stärker werdenden weltweiten Motorisierung wurden verschiedene Gasfahrzeuge betrieben. Als Treibstoff dienten wieder verschiedenste Brennstoffe wie Bio-, Erd-, oder Koksgas.
Speziell nach dem 2. Weltkrieg war die Nachfrage nach Gasstoffen sehr hoch.
In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts nahm der Bau von Benzin- und Dieselfahrzeugen immer mehr zu, die als Serienfahrzeuge auf den Markt kamen.
Dies wurde auch bedingt durch die immer günstiger werdenden Benzin- und Dieselpreise – speziell in den 70er Jahren.
Serien-Erdgasfahrzeuge gab es damals noch keine, dagegen nur einige umgerüstete Fahrzeuge.
Aus Klima- und Umweltschutzgründen sowie aufgrund des niedrigeren Preises nahm der Einsatz von Erdgas als Kraftstoff weltweit immer mehr zu.
1984 entwickelte Volvo das erste erdgasbetriebene Fahrzeug für den schwedischen Markt.
1994 wurden in Deutschland die ersten serienmäßigen Erdgasautos von BMW und danach von Ford und Volvo produziert.
Ab 1996 folgten dann weitere namhafte Hersteller wie Citroën, Fiat, Mercedes-Benz, Opel, Peugeot, Renault und VW mit dem Bau von Serienfahrzeugen.


